20. Jahrhundert 1942 - 1970

20. Jahrhundert - 1942 bis 1950

1942

Die Glocken wurden vom Turm geworfen und als Kriegsspende abgeliefert.

1945

Kriegsende - Die Gemeinde betrauert 55 Gefallene.

Für ein Jahr übernahm wieder Jakob Hopfgartner (Gendorf) das Amt des Bürgermeisters.

Englische Besatzung ist in der Gemeinde. Im Schulhaus wurden britische Soldaten einquartiert. Am 1. Oktober konnte der Unterricht wieder aufgenommen werden.

Errichtung einer Ortsgruppe des Kärntner Kriegsopferverbandes

Die Obmänner:
  • Peitler Andreas
  • Dalmatiner Peter
  • Hoffmann Georg
  • Rausch Alois

Herr Michael Taurer, geb. 28.08.1920, wird als Gemeindesekretär eingestellt.

Die ersten Nationalratswahlen der 2. Republik wurden durchgeführt. Josef Steiner aus Gschieß wurde in den Nationalrat gewählt.

Aus der provisorischen Gemeindevertretung wurde der Bürgermeister Jakob Hopfgartner, Gendorf, als Ortsschulratsobmann bestellt.

1946

Auf Grund der Nationalratswahlen wurde im März in der hiesigen Gemeinde eine Bürgermeisterwahl durchgeführt. Dabei wurde der Bauer Florian Ebenberger aus der sozialistischen Partei zum Bürgermeister gewählt.

1947

Unwetterkatastrophe in Gschieß: Die ganze Ortschaft wurde vermurt, da alle Bäche aus den Ufern traten.

1947 bis 1960 ist Hans Sattlegger, Krendlmar in Unterhaus, FF-Hauptmann.

Die Volksschule wird fünfklassig.

1948

In diesem Jahr wurde eine Schülerausspeisung durchgeführt.
Durchschnittlich erhielten 90 Kinder ein warmes Mittagessen. Die Mittel dafür: UNICEF, Bund und Land. Regiebeitrag: 50 Groschen.

Um eine geordnete Schülerauspeisung „sicher zu stellen“ wurde in der Gemeinde ein Unterausschuß gebildet.

Der prov. Gemeindeausschuß setzt sich folgend zusammen:
  • Florian Ebenberger
  • Anton Gmeiner
  • Jakob Hopfgartner
  • Martin Daroß
  • Johann Oberlercher, Bdf.
  • Johann Taurer
  • Franz Amlacher
  • Rudolf Dekan
  • Peter Kohlmaier
  • Johann Glanzer
  • August Walter
  • Johann Oberlercher

Rudolf Dekan, Ortsschulratsobmann und Mitglied des prov. Gemeindeausschusses legt beide Funktionen zurück.
NR. Josef Steiner wird Mitglied des prov. Gemeindeausschusses u. übernimmt die Funktion eines Ortsschulratsobmannes.

In einer Sitzung des GR vom 3.2.1948 wurde der Beschluß gefaßt, daß das Viehweiden (Allerheiligenhalten) auf nicht „eigentümlichen Feldern im Herbst 1948 und weiterhin einzustellen ist“.

Haushaltsrechnung 1948

Einnahmen 157.817,63 Schilling
Ausgaben 135.797,31 Schilling
somit Kassastand 22.020,32 Schilling

Von der Ktn. Landesregierung wurde eine Subvention für die Instandsetzung der Gemeindestraße bewilligt.

1949

27. Mai - Eröffnung der neuen Schwaiger Draubrücke (78 m lang).
Die Finanzierung erfolgt je zur Hälfte von der Stadtgemeinde Spittal und der Gemeinde Baldramsdorf. Die Anteilskosten unserer Gemeinde betragen S 105.000,--.

In der Sitzung des prov. Gemeindeausschusses a. 16.7.1949 wurde Michael Taurer zum Standesbeamten und der Führung des Standesamtes bestellt. Sein Vorgänger Jakob Hopfgartner, der seit 1945 Standesbeamter war, legte sein Amt zurück.

31. Oktober - Eröffnung der Autobuslinie Spittal-Gschiess
Nachdem der Probebetrieb der Autobuslinie von Spittal - Rosenheim bei der gesamten Bevölkerung ein positives Echo fand, beauftragte der GR die Spittal-Seebodner-Verkehrsgesellschaft einen Linienverkehr einzurichten. Der Autobus verkehrt 4 mal täglich v. Spittal nach Gschieß und zurück. Fahrpreis S 1,50 bis Rosenheim. Von den Berufstätigen, Volks- und Hauptschülern wird der Omnibus gerne angenommen.
Bisher wurde die Post vom Briefträger in Spittal abgeholt und die Pakete einmal wöchentlich mittels Pferdefuhrwerk zum Postamt gebracht. Nun übernimmt der Omnibus die Postbeförderung.

3. Dezember - Wiedereröffnung der Gemeindebücherei. Die Bücher werden vom Gemeindesekretär, Michael Taurer, verwaltet und ausgegeben. Leihgebühr für 14 Tage = 30 Groschen.

Im Schuljahr 1949/50 waren 2 Todesfälle unter den Schülern. Die 13 jährige Ella Bodner starb an einer Bauchfellentzündung und der 9 jährige Peter Obereder verunglückte im Futtersilo des väterlichen Betriebes.

Der Haushaltsvoranschlag 1949

Einnahmen 122.700,- Schilling
Ausgaben 122.700,- Schilling

Die Jahresrechnung 1949

Einnahmen 322.186,75 Schilling
Ausgaben 316.047,80 Schilling
Überschuß 5.738,95 Schilling

1950

30. Jänner - Jakob Hopfgartner legt sein Mandat als Gemeinderat zurück. An seine Stelle tritt der Landwirt Franz Kumnig, Gendorf 4.

22. März - Der Sekretär, Michael Taurer, legt beim Amt der Kärntner Landesregierung die Eignungsprüfung für Gemeindesekretäre ab.

In Gendorf wird eine Konsumabgabestelle errichtet.

Gemeinderatswahlen - Florian Ebenberger, der bisherige Bürgermeister, wurde einstimmig wiedergewählt.
Gemeinderäte:

  • Josef Steiner - Gschieß
  • Josef Krainer - Bdf.
  • Anton Gmeiner - Gendorf
  • Johann Taurer - Schwaig
  • Franz Amlacher - Gendorf
  • Johann Ronacher - Bdf.
  • Ewald Waldner Gendorf
  • Johann Kapeller - Unterh.
  • Alois Wilscher - Bdf.
  • Jakob Hopfgartner - Gdf.
  • Johann Oberlercher - Schwaig

Der Gemeinderat beschließt, daß die Aufwandsentschädigung von S 224,- mit Wirkung vom 1.5.1950 auf S 250,- monatlich erhöht wird.

Da Pfarrprovisor Schröder seinen Posten in Tigring angetreten hat, wird die Pfarre von Pfarrprovisor Christian Mirbach besetzt.

20. Jahrhundert - 1951 bis 1960

1951

1. März - Der Umbau der Volksschule begann.

Tätigkeit Firma Kosten
Baumeisterarbeiten Albin Frühauf, Spittal S 232.839,-
Zimmermannsarbeiten Peter Hubmann, Bdf. S 35.405,-
Spenglerarbeiten Franz Trupp, Spittal S 8.241,-
Dachdeckerarbeiten Dragatin u. Co, Spittal S 9.225,-
Tischlerarbeiten Rudolf Dekan, Bdf.
Franz Huainig, Spittal
S 80.287,-
Glaserarbeiten Franz Pech, Spittal S 7.637,-
Elektroarbeiten Stoflin, Möllbrücke S 22.663,-
Sanitäre Anlagen Jakob Hofer, Spittal S 50.291,-
Kunststeinarbeiten Albin Frühauf, Spittal S 34.523,-
Schlosserarbeiten Riebler, Spittal S 4.196,-
Dachgeschoßstiege Peter Zauchner, Schüttbach S 3.100,-
Malerarbeiten Richard Hofer, Seeboden S 27.454,-

Die Schule mußte vollständig geräumt werden. Als Unterrichtsraum wurde das sozialistische Gartenheim zur Verfügung gestellt.

29. März - Bürgermeister Florian Ebenberger verstarb. Am 1. April fand eine Trauersitzung des GR in Anwesenheit BH. Hofrat Dr. Gunkel statt.

April - Nach einem besonders schneereichen Winter tratdie Drau über die Ufer. 3 Wochen war der gesamte Wiesenboden unserer Gemeinde und die Spittaler Wiesen mit einer durchschnittlichen Tiefe von 1 Meter unter Wasser.

20. April - Bei der Gemeinderatsitzung wurde der Landwirt Franz Amlacher aus Gendorf zum Bürgermeister gewählt und Johann Oberlercher (Schwaig) als neuer Gemeinderat angelobt.

20. Mai - In der Gemeinderatsitzung wurde der Gemeindesekretär, Michael Taurer, als Fremdenverkehrsreferent der Gemeinde bestellt.

28. Mai - In Schwaig ereignete sich eine schwere ERDRUTSCHKATASTROPHE. Erdmassen rutschten unterhalb der Alm in den Schwaiger Bach und stauten das Wasser, bis es mit großer Wucht durch den Graben niederstürzte.
Oberhalb der Ortschaft Schwaig waren 3 Arbeiter beim Ausputzen eines Wasserbassins beschäftigt. Sie wurden von den Wassermassen erfaßt. Hoffmann Siegfried konnte sich aus dem Strudel retten, während sein Bruder Edmund und Johann Kofler den Tod fanden. Zur selben Zeit probierten 2 Hauptschüler ihre gebastelten Schiffchen im Graben aus. Beide, Hans Pucher und Arthur Arztmann, fanden den Tode.

In Innsbruck promoviert Günther Winkler aus Unterhaus zum Doktor Juris.

1. September - Frau Theresia Eder, geb. am 5.5.1882, wurde als Schulwartin der Volksschule pensioniert. Als neue Schulwartin wurde Josefine Salcher, geb. Feichter bestellt.

29. September - Einweihung der neu ausgebauten Volksschule mit NR Steiner, LH Wedenig, Bez.-Schulinsp. Strieder, Bgm. Franz Amlacher.

1. Oktober - Die Schulkinder zogen in ihre neue Wirkungsstätte ein. Erstmalig wird in diesem Schuljahr der ungeteilte Vormittagsunterricht eingeführt.

1952

1. Jugendschitag auf dem Lampersberg.

Nachdem NR Josef Steiner die Obmannstelle im Ortschulrat zurückgelegt hat, wurde Bgm. Franz Amlacher in der Sitzung des GR. Am 31.3. zum Obmann des Ortschulrates gewählt.

Der Forsttechnische Dienst für Wildbach und Lawinenverbauung stellt dem Gemeinderat ein Projekt für die Verbauung des Gendorfer Baches vor. Gesamtkosten S 400.000,-. Die Gemeinde muß einen Beitrag von S 28.000,- leisten.

Die Jahresrechnung 1952

Einnahmen 272.357,- Schilling
Ausgaben 261.498,- Schilling
Überschuß 10.858,- Schilling

1953

19. April - Drei junge Lehrer: Karl Posch, Josef Odrei und Werner Florian gründeten die Dorfgemeinschaft Baldramsdorf.

Die Gemeinschaft umfaßte 54 Mitglieder in den Gruppen:
  • Gemischter Chor
  • Theater
  • Schuhplatteln
  • Volkstanz
Obmann Johann Lampersberger
Kassier Franz Amlacher
Schuhplatteln Hans Pichlkastner
Schriftführer Karl Posch
Chorleiter Josef Odrei
Theater Karl Posch
Volkstanz Anni Posch

Der Gemeinderat beschließt die Einhebung einer Ortstaxe von Personen, die sich vorübergehend im Gemeindegebiet aufhalten.
In der Hauptsaison 1.7. - 31.8. S 0,60 pro Person und Tag.
In der Nachsaison S 0,50 pro Person und Tag.

14. Mai - Glockenweihe der vier neuen Glocken mit Ortspfarrer: H. Christian Mirbach in Baldramsdorf.

St. Martinsglocke 1675 kg auf d gestimmt
Marienglocke 829 kg auf fis gestimmt
Florianglocke 462 kg auf a gestimmt
Sebastianglocke 314 kg auf h gestimmt

1954

4. Februar - In der Gemeinderatsitzung wurde von der Gemeinde die Kategorisierung der öffentlichen Straßen und Wege beschlossen.

Im März fanden Gemeinderatswahlen statt. Von 783 Wahlberechtigten entfielen auf SPÖ 432 Stimmen = 7 Mandate, Heimatliste 275 Stimmen = 5 Mandate.

28. März - In der Gemeinderatsitzung wurde Franz Amlacher einstimmig wieder zum Bürgermeister gewählt.

Gemeinderäte:
  • Josef Steiner , Gschieß
  • Johann Ronacher, Bdf.
  • Anton Gemeiner, Gendorf
  • Josef Arztmann, Schwaig (neu)
  • Michael Daroß, Gendorf (neu)
  • Ferdinand Brunner, Schwaig (neu)
  • Peter Zauchner, Schüttbach (neu)
  • Johann Lampersbergr, Gschieß (neu)
  • Ewald Waldner, Gendorf
  • Jakob Hopfgartner jun. (neu)
Folgende Ausschüsse wurden bestellt:
  • Kassaprüfungsausschuß
  • Wohnungsausschuß
  • Bau- und Straßenausschuß
  • Fürsorgeausschuß
  • Kultur- und Denkmalausschuß

Herr Franz Haßlacher, Schwaig, spendete der Schule S 4.000,-- zum Ankauf von Büchern für die Schülerbücherei.

31. Juli - Gemeindesekretär Michael Taurer kündigt sein Dienstverhältnis mit der Gemeinde Baldramsdorf und wechselt in die Stadtgemeinde Spittal.

Mit Gemeinderatsbeschluß v. 24.9. wird Hermann Kohlmaier als prov. Gemeindesekretär probeweise auf 1 Jahr eingestellt.

Die Jahresrechnung 195

Einnahmen 384.783,- Schilling
Ausgaben 333.871,- Schilling
Überschuß 50.911,- Schilling

17. November - ÖR Hans Sattlegger wurde zu Grabe getragen.

1955

14. Februar - In der Sitzung vom beschließt der Gemeinderat den Bau eines Gemeinschaftshauses in Baldramsdorf.

Im Februar brannte während eines Feuerwehrballes die Hubmannsäge vollständig nieder.

Herr Hermann Kohlmaier wird zum Standesbeamten bestellt.

26. Juni - Gemeindebürgerversammlung im Gartenheim - Bau eines Gemeinschaftshauses.
Nach Vorstellung der Gemeindevertreter sollen die Gemeindebürger beim Bau des Hauses ihr Schärflein beitragen. Bürgermeister Franz Amlacher, das Vorstandsmitglied Johann Lampersberger und die Gemeinderäte Ferdinand Brunner und Josef Aztmann erklären sich bereit, für eine Sammlung - Holz und Geld - zur Verfügung zu stellen. Weiters werden die Gemeindebürger aufgerufen - freiwillige, unentgeltliche Arbeit beim Bau des Hauses zu tätigen. Der Erfolg war mäßig.

An folgende Firmen wurden die Arbeiten vergeben:
Tätigkeit Firma Kosten
Baumeisterarbeiten Fa. Thomaschütz, Spittal
Fa. Hans Huber, Gendorf
S 695.375,-
Zimmermannsarbeiten Fa. Peter Zauchner, Schüttbach S 70.000,-
Sanitäre Anlagen Firma Alois Riebler, Spittal S 45.710,-
Spenglerarbeiten Gebrüder Pech, Spittal S 11.250,-
Glaserarbeiten Hans Kofler, Spittal S 10.858,-
Schlosserarbeiten Alois Riebler, Spittal S 33.783,-
Tischlerarbeiten Firma Amlacher, Pusarnitz
Firma Huainigg, Spittal
Firma Sommeregger, Spittal
S 279.800,-
Schlosserarbeiten Riebler, Spittal S 4.196,-
Malerarbeiten Josef Baumgartner, Spittal S 29.645,-
Luftheizung Firma Esna, Wien S 110.422,-
Isolierung Firma Ing. Vogel, Klagenfurt S 33.373,-
Fliesenleger Thomas Arztmann, Spittal S 63.841,-
Terazzo Huber, Gschieß S 110422,-
Elektroarbeiten Hubmann, Villach S 165.767,-
Warmwasserheizung Hofer, Spittal S 166.640,-

Der Gemeinderat beschließt einstimmig, den Verwalterposten im Dorfgemeinschaftshaus mit Dienstwohnung Herrn Johann Steiner und seiner Gattin zu vergeben.

14. Dezember - Gemeinderat Ewald Waldner legt sein Gemeinderatsmandat zurück.

Münzfund am Lampersberg: 32 Denare von ca. 172 - 151 vor Chr. bis ca. 19 - 17 vor Chr.

Gemeinderat, Lehrkörper und Schüler feiern Weihnachten. Die Feier wurde von der Gemeinde mit 1.000,- Schilling subventioniert. Jedes Kind bekam ein Päckchen Bäckerei.

1956

Der Turnplatz unter der Schule wurde mittels einer Schubraupe eingeebnet. Die „Feinarbeiten“ wurden in ungefähr 600 freiwilligen Arbeitsstunden von Lehrern und Schülern durchgeführt.

01. April - Die elfjährige Schülerin Monika Hofer aus Gschieß starb nach einem schweren Drüsenleiden. Auch teure Medikamente, die durch eine Sammlung der Schüler angekauft werden konnten, brachten keine Hilfe mehr.

08. Juli - Herr Pfarrer Christian Mirbach tritt in den wohlverdienten Ruhestand und übersiedelt nach Spittal. Die Pfarre übernimmt Pater Konrad List.

20. Oktober - Die Gemeinde Baldramsdorferöffnet das erste Dorfgemeinschaftshaus Österreichs.
Planer: Architekten Baurecht und Riedmann.
Bgm. Franz Amlacher begrüßte neben anderen Ehrengästen LH. Wedenig, LHStv. Kraßnig und die Bürgermeister der Umgebung. Die Veranstaltung die mit Böllerschießen und einem Weckruf der Lendorfer Bauernkapelle eingeleitet wurde, entwickelte sich zu einer würdigen Feier, die von der Dorfgemeinschaft Baldramsdorf und dem MGV Baldramsdorf umrahmt wurde.

20. Oktober - In der daran anschließenden ersten Gemeinderatssitzung wurde dem Beschluß die Ortschaft Gschieß in Rosenheim umzubenennen, zugestimmt.

1957

Der Gemeinderat unterstützt das Bemühen von Pfarrer Konrad List einen Pfarrkindergarten zu errichten.

In Baldramsdorf Nr. 36 errichtet Herr Fleischermeister Anton Peitler eine Fleischerfiliale.

Herr Josef Gorgasser wird zum Schulleiter an der VS Baldramsdorf ernannt und bei der Gemeinderatssitzung am 31. Mai dem Gemeinderat vorgestellt.

In der Ortenburg Haus Nr. 18 werden von Elektromeister Gottfried Gigler Elektroinstallationsarbeiten durchgeführt. Kosten: S 13.384,-.

Verbreiterung der Haltestelle beim Postamt in Baldramsdorf. Herr Pfarrer List ist bereit, die bestehende Gartenmauer 2 m nach rückwärts zum Pfarrhof zu verlegen. Das Drahtgeflecht, die Eisenstützen sowie 20 Säcke Zement wird von der Gemeinde beigestellt.

Die Jahresrechnung 1957

Einnahmen 502.549,- Schilling
Ausgaben 473.311,- Schilling
Überschuß 29.438,- Schilling

1958

Erstes Kindermaskenfest im Dorfgemeinschaftshaus.

Der Brauch des Maibaumsetzens wird wieder lebendig.

Gemeinderatswahlen - Auf Grund des § 32 AGO 1957 wurde die Anzahl der Gemeinderatsmitglieder auf eine ungerade Zahl verringert. Statt 12 Gemeinderäte, wie bisher, nur mehr 11 - und die Legislaturperiode auf 6 Jahre verlängert.

die Gemeinderäte:
  • Bgm. Franz Amlacher
  • NR. Josef Steiner
  • Edwin Mandl
  • Michael Taurer (neu)
  • Josef Arztmann
  • Anton Gmeiner
  • Michael Daroß
  • Franz Kumnig (neu)
  • Konrad Krainer (neu)
  • Johann Kleinsasser (neu)
  • Josef Oberlercher (neu)
SPÖ 7 Mandate
ÖVP 2 Mandate
FPÖ 2 Mandate

Als Bürgermeister wurde wieder Franz Amlacher gewählt.

Wegen Verbreiterung der Straße wurde die Einfahrt zur Schule nach Osten verlegt, da die bisherige Einfahrt unübersichtlich und gefährlich war.

Am 12. Mai brannte das Wirtschaftsgebäude des Josef Egger, vlg. Heiß in Rosenheim, nieder.

Herr Ernst Grebmer eröffnet im Dorfgemeinschaftshaus ein Kino.

Die Dorfgemeinschaft Baldramsdorf feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß trafen sich Dorfgemeinschaften aus Ober- und Unterkärnten.

Im Oktober fand ein Erntedankfest unter Pater Konrad List statt.

31. Oktober - Beim Gasthof Hopfgartner in Schwaig wurde eine öffentliche Fernsprechstelle eröffnet.

1. Tiefkühlraum mit 14 Truhen wurde im Dorfgemeinschaftshaus in Betrieb genommen.

1959

Im Dorfgemeinschaftshaus wurde ein „Bad“ errichtet. Die Schüler der 2. bis 5. Schulstufe brausen sich 14-tägig in der Turnstunde. Regiebeitrag: 50 Groschen.
Wannenbäder stehen der Bevölkerung zur Verfügung.

Herrn Nationalrat Josef Steiner wird vom Bundespräsidenten der Titel „Ökonomierat“ verliehen.

1960

Gründung des Sportvereines Baldramsdorf. Obmann: VD Josef Gorgasser. /p>

Schiklubgründung - Gruppe Baldramsdorf im SC Spittal. Obmann: VL Karl Posch.

In Rosenheim wird eine Tiefkühlanlage mit 26 Truhen eröffnet.

1960 - 1971 ist Jakob Hopfgartner, Gendorf, FF-Hauptmann.

Die landwirtschaftliche Berufsschule wird wegen geringer Schülerzahl aufgelöst. Die Knaben besuchen die landwirtschaftliche Schule in Holz, die Mädchen werden nach Spittal zugewiesen.

20. Jahrhundert - 1961 bis 1970

1961

Juni - Die Gemeinde kaufte den Grund für einen Sportplatz in Rosenheim im Ausmaß von 8.273 m² von Herrn Michael Steiner zum Preis von S 15,- / m².

30. September - Herr Ökonomierat NR. Josef Steiner wird zum ersten Ehrenbürger der Gemeinde Baldramsdorf ernannt.

1962

Nachdem Pater Konrad List versetzt wurde, übernimmt Hw. Pfarrer Ansbert Bieberle die hiesige Pfarre und erteilt ab September den Religionsunterricht an der Volksschule.

1963

Baubeginn des neuen Friedhofes in Baldramsdorf.

Baubeginn der Wasserversorgungsanlage in Baldramsdorf - Unterhaus.

Am 28.08. brannte das Wirtschaftsgebäude des Peter Obereder vlg. Augustin in Gendorf ab.

1964

Dem Bürgermeister Franz Amlacher wird vom Bundespräsidenten die Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.

Gemeinderatswahlen - Die konstituierende Sitzung des neugewählten Gemeinderates fand am 16. Mai 1964 statt.
Bürgermeister Franz Amlacher wurde mit 7 Stimmen wieder zum Bürgermeister gewählt.

Der neugewählte Gemeinderat:
  • Franz Amlacher, Gendorf
  • NR Josef Steiner, Gschieß
  • Edwin Mandl, Baldramsdorf
  • Michael Taurer, Gschieß
  • Anton Gmeiner, Gendorf
  • Johann Lampersberger, Gendorf
  • Alois Wilscher, Gendorf
  • Josef Wilscher, Gschieß
  • Josef Gorgasser, Baldramsdorf
  • Johann Kleinsasser, Baldramsdorf
  • Franz Pucher, Oberaich

In der Sitzung vom 31.07.1967 wurde Herr Mathias Kohlmaier in den Gemeinderat berufen.

04. Juli - Trauersitzung des Gemeinderates anläßlich des unerwarteten Todes von Herrn Volksschuldirektor Josef Gorgasser (45 Jahre).

Der Schiklub, der bisher im SC Spittal war, wird selbständig.

1965

Beim Goldbrunnteich wurde ein Laufsteg mit Sprungbrett, sowie eine doppelte Handbrause errichtet. Kosten: ca. S 35.000,-.

Am 12. Juli wurde VL Karl Posch zum Leiter der Volksschule Baldramsdorf ernannt.

Herr Pfarrer Franz Unterberger übernimmt die hiesige Pfarre.

23. August - Bgm. Franz Amlacher vollendete sein 70. Lebensjahr. Feier im Dorfgemeinschaftshaus.

02. September - Hochwasserkatastrophe: Die Drau ist nach zweitägigen, sehr heftigen Regenfällen so stark angestiegen, daß sie am Vormittag aus den Ufern getreten ist. Es ist dies schon das zweite Mal in diesem Jahr. Die Leute aus der Lindnerbehausung in Drauhofem müssen evakuiert werden. Gegen Abend erreicht die Drau einen Wasserstand von 4,8 m. Die Draubrücke nach Spittal ist gesperrt, die Feuerwehren stehen im pausenlosen Einsatz, um zu verhindern, daß Treibholz hängen bleibt und sich verkeilt.

03. September - In ganz Kärnten halten die Niederschläge an. Die Schattseite ist von Spittal abgeschnitten, da die Kranabethsiedlung zum Teil unter Wasser steht. Die Rosenheimer Brücke wurde weggerissen. In Rosenheim müssen die Häuser Ramsbacher, Kreutzer und Thaler geräumt werden. In Faschendorf ist Schwazenbacher eingeschlossen, Binter steht bis zu den Fenstern unter Wasser. Gegen Abend hat die Drau etwa 5,7 m - den höchsten Stand seit Menschengedenken ereicht. Bei der Schwaiger Draubrücke wird ein Pfeiler in der Mitte ein wenig verschoben. Die Brücke bekommt einen leichten Knick.

04. September - Langsam beginnt das Wasser zu sinken. Zurück bleiben Unmengen von Schlamm und Sand.

1966

Erstmals wird von der Gemeinde ein Prospekt für Gäste aufgelegt:
„Sommerfrische Baldramsdorf“
„Baldramsdorf auch im Winter“.

800 - Jahr - Feier - Baldramsdorf, mit Wappenverleihung.

Das Programm erstreckte sich von 07. bis zum 14. August:
07. August Eröffnung einer großen heimatkundlichen Ausstellung in der Volksschule
unter Mitwirkung des Oberkärntner Streichquartettes.
09. August Lichtbildervortrag: Kärnten, Land und Leute.
11. August Geschichtlicher Vortrag: Das Lurnfeld.
13. August Platzkonzert der Rundfunkkapelle Rudi Platzer, Fackelzug, Heldenehrung, Feuerwerk.
14. August Weckruf mit Musik durch alle Ortschaften, Feldgottesdienst, Platzkonzert.

Hofrat Hans Steiner, Leiter der Gemeindeabteilung beim Amt der Kärntner Landesregierung, wurde für seine Verdienste um die Gemeinde Baldramsdorf zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt.

Wappenverleihung - Aus den Händen von LHStv. Dr. Kerstnig wurde der Gemeinde durch die Kärntner Landesregierung das Wappen verliehen.

17. bis 22. August - Wieder Hochwasserkatastrophe! Rosenheimer und Schwaiger Draubrücke wurden durch die Fluten weggerrissen. Versorgung der ganzen Schattseite durch Hubschrauber und Gondelbahn. Spittal ist mit PKW nur über Amlach erreichbar. Eine Fähre über die Drau bringt die Leute an das andere Ufer.

Eine Erdmure in Gendorf richtet großen Schaden an.

20. September - Die von Pionieren errichtete Rosenheimer Draubrücke wurde dem Verkehr übergeben.

30. September - Einweihung der Schwaiger Draubrücke.

21. Oktober - Neuwahl des Bürgermeisters. Einstimmig wurde Michael Taurer, nachdem Bgm. Franz Amlacher schriftlich sein Amt aus Altersgründen niedergelegt hat, zum Bürgermeister gewählt..

1967

09. Juli - Weihe des neuen Friedhofes, der Aufbahrungshalle und des Kriegerdenkmales.

23.Juli - Herr Christof Messner, der im Jahre 1956 an der hiesigen Schule als Lehrer tätig war, dann Priester wurde, feierte hier die Nachprimiz.

Ab dem Schuljahr 1967 / 68 übernimmt, auf Vorschlag des Schulleiters, die Gemeinde die Kosten für das Zeichen- und Bastelmaterial.

Herr NR Josef Steiner spendet der Volksschule einen Fernsehapparat.

1968

Auf dem Turnplatz unter der Schule stellte die Gemeinde die Umrandung für einen Eislaufplatz auf.
Die Eisläufer sorgten selbst für schönes Eis.

Im Juli gastiert die Rudolfsheimer Musikkapelle aus Wien drei Tage in Baldramsdorf.

18. Dezember - Große Handarbeits- und Bastelausstellung der Schüler in der Schule. Auch die Musikschüler aus Baldramsdorf musizierten „Unter dem Adventkranz“ im Ausstellungsraum.

1969

Am 31. Jänner 1969 wurde in der Sattlegger-Halt ein Schilift eröffnet (Privatlift - Klix).

Die Oberstufe der Volksschule löst sich auf. Die letzten Schüler der Oberstufe waren:

  • Oberrauner Gotthard, Unterhaus
  • Schierl Walter, Unterhaus
  • Steinwender Wolfgang, Schwaig.

1970

11. Mai - Gemeinderatswahlen: konstituierende Sitzung des neugewählten Gemeinderates. Bgm. Michael Taurer wurde wieder zum Bürgermeister gewählt.

Die Gemeinderäte:
  • Edwin Mandl
  • Josef Wilscher
  • Gottfried Laminger (neu)
  • Karl Posch (neu)
  • Franz Patschg (neu)
  • Heinz Possegger (neu)
  • Franz Pucher
  • Wilhelm Berger (neu)
  • Johann Ronacher
  • Johann Kleinsasser

Die Musikschule, geleitet von Frau Steffi Anderwald, die jetzt 3 Jahre in der Schule untergebracht war, übersiedelt in das neu ausgebaute Vereinslokal des Dorfgemeinschaftshauses.