12. bis 14. Jahrhundert 1166 - 1394

12. Jahrhundert

1166

1166 werden die Orte Baldramsdorf und Gschieß erstmals genannt.

„DER ERWÄHLTE ULRICHS VON AQUILEA BEURKUNDET, DAß GRAF ENGLIBERT VON GÖRZ DER ÄBTISSIN HERMELINDA UND DEN NONNEN DASELBST SEINE VOGTEIRECHTE AN DER ABTEI GESCHENKT. UNTER DEN ZEUGEN ...... HENRICUS DE BALTRAMISDORF UND HENRICUS DE GESIESCE....

1179

Bischof Heinrich II. von Brixen belehnt den Hermann von Weissenstein mit dem Schlosse Weissenstein und empfängt dafür 12 Mark Friesacher ..... Unter den Zeugen: .... Rudigerus von Baltramisdorf.
(Urkunde im bischöflichen Mensalarchiv zu Brixen)

1192

„Otto von der Ortenburg“ schenkte, als er sich anschickte als Kreuzritter nach Palästina zu ziehen, dem Stift Viktring für den Fall seines Todes zwei Höfe am Hühnersberg.“
Die Urkunde wird vom Kaplan Bertold auf der Ortenburg geschrieben. Als Zeugen waren unter anderem ... die Brüder Henricus und Rüdiger von Baltramisdorf

1197

Graf Ritter von Ortenburg schenkt dem Kloster Viktring auf Bitten des Abtes Balduin zwei bereits 1192 auf Todesfall „vergabte Huben am Hühnersberg zu freiem Eigen.“
Unter den Zeugen: ... Rudigerus de Baltramisdorf

1200

Die Mannen der Ortenburger, „die Herren v. Gesieße“, erbauen in Gschieß einen Turm.

13. Jahrhundert

1201

Rudigerus v. Baltramisdorf wird als letzter unseres ortenburgischen Vasallengeschlechtes genannt.

1232

Graf Meinhard II. von Görz verkauft dem Erzbischof Eberhard II. das von der Kirche „Polen“ käuflich erworbene Gut Premersdorf bei Feldsberg (Pusarnitz) um 200 Mark Friesacher Pfennige und nimmt das Gut vom Erzbischof zu Lehen.
Unter den Zeugen: ... Friedericus de Gesiesce.

1234

Graf von Heunburg von Passau, schenkt dem Grafen Hermann II. von Ortenburg und dessen Kindern, seiner Schwester Kindern, das Schloß und Gut Lessach (bei Tamsweg) für den Fall des Ablebens ohne ehelichen Erben ...
Unter den Zeugen: ... Henricus et Fridericus des Gesiesce.

1243

Erzbischof Eberhard I.I, beurkundet den Ehevertrag zwischen Ditmar von Griffen und Mechthilde, der Tochter Fridericus von Schöneck (bei Brunneck)
Unter den Zeugen: ... Henricus v. Gesiesce.

1269

Die Grafen Meinhard IV. und Albert I. von Görz und Tirol bestätigen, daß ihr Dienstmann Ernst von Lienz dem Admonter Güterprobste Bertold von Großkirchheim eine Schweige in „Pache“ samt den Freileuten um 17 Mark verkauft hat.
Unter den Zeugen: ... Henricus des Gesiesce.

1300

Beim ortenburgischen Wartturm wird eine Kirche errichtet und die Pfarre von der Ortenburg nach Baldramsdorf verlegt..

14. Jahrhundert

1307

... bezeugen die Grafen, die Brüder Hermann, Konrad, Heinrich und Albert v. Gesieße, daß die Pfarre von Ortenburg sich einst im Schlosse befand und erst vom Grafen Friedrich auf Bitten der Leute, zur Erleichterung des Kirchweges, in das Dorf Baldramsdorf übertragen wurde.

1353

„Otto Graf v. Ortenburg seinerseits und Philipp Gesießer, Anna, seine Wirtin und Hermann, sein Bruder andererseits, verkünden ihre Ausgleichung betreff ihrer Anteile am Turm zu Gschieß.“

1366

... kommt Gschieß als gräflich-ortenburgisches Lehen samt dem Gericht Faschendorf an die Herren von Weißpriach.

1377

... stiftet Bischof Albrecht v. Trient, ein Graf v. Ortenburg, bei der Kapelle Ortenburg eine Kaplanei.

1378

„Hansel, reversiert sich an Graf Friedrich v. Ortenburg über die Belehnung mit dem Hof zu Gesieß und verspricht dafür, mit Waffen zu dienen.“

1385

„Friedrich vom Gesieße gibt dem Grafen Friedrich von Ortenburg einen Lehensrevers über einen Zehent zu Micheldorff an der Geyll, welchen vormals Hansel Himmelberger und damit Ulrich v. Weissenegkh innehatte.“

1394

Patriarch Johann v. Aquileja bestätigt dem Grafen Friedrich v. Ortenburg das Patronatsrecht über eine Anzahl von Kirchen, darunter auch St. Martin v. Baldramsdorf.